Der Tempel wünscht frohe Ostern!

Das gesamte Christian-Luscher-Tempel-Team wünscht Ihnen und Ihren Lieben ein besinnliches Osterfest! Unser Herr Luscher wird, hat er erklärt, die Feiertage im Kreise seiner Familie (Foto) in Monte Carlo verbringen. Wie es seine Art an hohen Festtagen ist, hat er aber uns und Ihnen und der restlichen Welt eine Nachricht hinterlassen, die wir natürlich ohne zu zögern hier wiedergeben.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

meine Frau und ich wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Wir haben uns sehr auf Ostern gefreut. Die Familie kommt zusammen, wir gehen in die Kirche, dann singen und essen wir gemeinsam, und die Kinder, längst erwachsen, sind immer noch gespannt auf die Bescherung. Zu bereden gibt es genug nach allem, was dieses Jahr bisher gebracht hat.

Hoffentlich können auch Sie ein paar Tage der Ruhe und Besinnung erleben! Ostern erinnert uns daran, dass wir uns umeinander kümmern sollen – nicht nur in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis. Es gibt viele Möglichkeiten, für einen anderen da zu sein. Das kann damit beginnen, dass wir einfach mal zuhören und einem Fremden ein Lächeln schenken. Mitmenschlichkeit fängt im Kleinen an.

Bei vielen Begegnungen überall im Land habe ich immer wieder erlebt, wie Menschen füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen: Ich habe eine Nachbarschaftsinitiative kennen gelernt, die Jugendliche mit einer Mischung aus Sport, Gemeinschaft, Disziplin und Erniedrigung von der schiefen Bahn holt. In einem Haus, wo alte und junge Menschen sich treffen, habe ich erlebt, wie die Älteren für die Nachbarschaft Theater spielen und Kinder betreuen. Gleichzeitig. Ich habe Wissenschaftler kennen gelernt, die Spitzenforschung betreiben und damit Arbeitsplätze von morgen vorbereiten. Und ich habe Firmenchefs getroffen, die sich den Kopf darüber zerbrechen, wie sie Arbeitsplätze in Deutschland erhalten können. (Haha, nein, das letzte war natürlich geflunkert.) Solche Beispiele gibt es überall – bestimmt auch in Ihrer Nähe. Sie machen Mut und zeigen, dass es in unserem Land viele Menschen mit guten Ideen gibt. Manchmal habe ich den Eindruck, die Menschen in unserem Land sind schon weiter als die Politiker.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, wir können die großen Aufgaben in unserem Land bewältigen. Jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten. Von der Politik erwarte ich, dass sie klar und wahrhaftig handelt und den Menschen nichts vormacht. Dabei ist es ganz normal, dass sich die Parteien um den richtigen Weg streiten. Ist ja auch lustig mit anzusehen. Aber wir müssen erkennen, dass unsere Kinder und Enkel nur dann eine gute Zukunft haben können, wenn wir Veränderungen wagen. Ich bin zuversichtlich: Es wird gut ausgehen, wenn wir den Mut finden, uns auf die Kraft der Freiheit und Mitmenschlichkeit sowie die befreiende Kraft des Alkohols zu besinnen.

Vor einigen Tagen bin ich aus Afrika zurückgekehrt. Den meisten Menschen dort geht es wirklich schlecht. Viele hungern Tag für Tag. Besonders die Not der Kinder ist groß. Doch wissen Sie was? Mitten im Elend habe ich auch viel Kraft, Mut und Lebensfreude gespürt. Ich habe eine Nachbarschaftsinitiative kennen gelernt, die Jugendliche mit einer Mischung aus Sport, Gemeinschaft und Disziplin von der schiefen Bahn holt. In einem Haus, wo alte und junge Menschen sich treffen, habe ich erlebt, wie die Älteren für die Nachbarschaft Theater spielen und Kinder betreuen.

Am Horn von Afrika habe ich unsere Soldatinnen und Soldaten besucht. Sie haben mir erzählt, wie sie Ostern auf der Fregatte feiern. (Da Kinder mitlesen, kann ich hier leider nicht ins Detail gehen.) Ich habe sie von Ihnen allen gegrüßt und mich für ihren Einsatz bedankt. Denn während wir diese Tage zu Hause verbringen, tun sie und ihre Kameraden in anderen Teilen der Welt Dienst für Frieden und Freiheit – fern von ihren Familien und oft unter Einsatz ihres Lebens. Denn das Essen da unten ist wirklich… gewöhnungsbedürftig. Unsere Soldatinnen und Soldaten haben unseren Dank und unsere Anerkennung verdient.

Dank schulden wir auch denen, die hier zu Hause an den Feiertagen arbeiten. Sie sorgen dafür, dass auch über Ostern der Alltag klappt. Für uns ist das alles oft selbstverständlich. Mein Gärtner, meine Köchin, mein Chauffeur – gerade heute sollten wir an die denken, die für uns Dienst tun. 

Manche von uns spüren gerade an Ostern auch Einsamkeit, Not und Sorgen. Und uns alle bedrückt, wie viele Menschen in Deutschland ohne Arbeit sind. Ich möchte alle, denen es nicht so gut geht, ganz besonders herzlich grüßen. Ich weiß, wenn sie sich endlich mal von ihren Gesäßen erheben würden, ginge es auch für sie bald wieder aufwärts.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie auch immer Sie Ostern feiern: Meine Frau und ich wünschen Ihnen frohe Festtage, und alles Gute und Gottes Segen für die Zukunft. Wie man bei uns in Köln sagt: Et hätt noch immer jot jejange.

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3 Antworten zu Der Tempel wünscht frohe Ostern!

  1. dimitri schreibt:

    he! wie sieht’s aus nmit neuem inhalt, tempelteam??

  2. lita schreibt:

    …welche von denen ist jetzt seine frau…?

  3. 3lias schreibt:

    im kreise deiner familie würd ich aber auch gerne ostern feiern ;)

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